Roadtrip Las Vegas – Death Valley – Yosemite – San Francisco


Las Vegas ist auf jeden Fall  eine Reise Wert aber viel Zeit brauch man dort eigentlich nicht außer man möchte sich ein neues Haus erspielen oder verlieren. Der Strip, das alte Las Vegas, der Stratosphere Tower und das Las Vegas Sign sollte auf die to do Liste stehen.  Ob man Las Vegas mag oder nicht muß dann jeder für sich selbst entscheiden. Ich finde es  als Ausgangpunkt sehr gut gelegen und auch um einen Tag zu verweilen,  Nachtaufnahmen zu machen und alles auf sich wirken zu lassen.  Aber dann zieht es mich persönlich auch gleich wieder raus in die Natur.
Am Nächsten Tag ging es dann auch schon nach Death Valley. Viele fragten mich was ich an Death Valley so toll finde das ich schon das 3 mal dort war… Ich muss sagen ich kann es nicht wirklich sagen aber ich glaube es ist die Vielseitigkeit, Einzigartigkeit und die Ruhe die man dort genießen kann. Auch der klare Sternhimmel der so klar selten zu sehen ist, ist sehr beeindruckend.  Die Gelassenheit der Menschen und die Gastfreundlichkeit kommen noch positive dazu.
Wir sind über Shoshone nach Death Valley rein gefahren . So das unser erster Stop erstmal das InfoCenter in Shoshone war um zu hören was es momentan zu beachten gibt im Death Valley. Schön ist nicht nur das alte Auto vor der Tür, es lohnt sich auch ein Blick hinter das Haus zu werfen.
Gewappnet  mit viel Wasser  ist unser  erster Stop in Death Valley Badwater.  Badwater ist der tiefste Punkt Nordamerikas mit einer Höhe von 85,5 Metern unter dem Meeresspiegel. Badwater ist ein Überbleibsel des vorzeitlichen Sees Lake Manly.  Heftige Regengüsse fluten den Talboden periodisch und bedecken die Salztonebene mit einer dünnen Schicht stehenden Wassers. Wegen der Überflutung wird das Salz teilweise aufgelöst und setzt sich dann kristallin ab, wenn das Wasser verdunstet.
Kurz danach sind wir auf den  Artist Drive abgebogen der besonders bekannt ist für seine Artist Palette. Die Artist’s Palette liegt an den Hängen der Black Mountains und ist berühmt für seine vielfarbigen Gesteinsformationen. Der Farbenreichtum wird durch Oxidation verschiedener Metalle verursacht, die in den Felsen vorkommen, zum Beispiel Eisen (rot bis dunkelrot) oder Kupfer (türkis bis grün).
Da im Winter schon gegen 16 Uhr die Sonne untergeht,  sind wir nach dem Aritist Drive direkt zu unserem Hotel gefahren.
Wir haben uns im  Stovepipe Wells Motel eingemietet das sehr zentral bei den Sand Dunes gelegen ist.
In Death Valley gibt es momentan nur 2 Möglichkeiten zu übernachten wo das Motel auf jeden Fall die günstigere Alternative darstellt.  Seit dem sie sich vergrößert haben, stehen riesige neue Zimmer zur Verfügung die alle American Like mit einem Parkplatz vor der Tür ausgestattet sind.
Als wir in unserem Hotel angekommen sind, war dort auch ein Gast mit seinen Teleskop und zeigte uns die Mondoberfläche, das war schon großartig das live zu sehen und nicht nur im Fernsehen.
Ausgeschlafen sind wir am nächsten Morgen nach einem kräftigen Frühstück aufgebrochen um den Ractrack zu erkunden. Viele haben vielleicht schon von den Wandernden Felsen gehört die einzigartig auf der Welt sind. Da der Weg, der nur 30 Meilen beträgt sehr schlecht zu befahren ist, haben wir uns in dem neu geöffneten Jeep Verleih für einen Tag einen gemietet. Das ist jedoch sehr teuer. Dadurch das wir „Ausländer“ sind leider auch noch 60 Dollar mehr für eine Versicherung die Amerikaner nicht brauchen.  So das der ganze Spaß 300 Dollar kostete mit den Spritkosten danach lag das ganze sogar bei 350 Dollar. Aber na gut man macht das ganze ja nur einmal.
Nach ca. 1 ½ Stunden Fahrt auf normalen Stassen erreichten wir den Ubehebe Crater. Von hier ging der sehr steinige Weg ab wo geraten wird nur mit All Rad zu befahren.  Je nach Stassen Verhältnissen ist das auch sehr ratsam. Bei uns waren die Straßenverhältnisse gut, so daß wir mit dem Jeep überhaupt keine Probleme hatten, aber auch damit nicht schneller als ca. 30 mph fahren konnten. So das wir vom Verleih bis zu den Steinen ca. 3 ½ – 4 Stunden brauchten.  Und wir haben uns schon sehr zusammengerissen nicht überall anzuhalten :-D
Je nach Straßenverhältnissen ist es auch möglich mit dem SUV dort hin zu fahren, nur sollte man vorher seine Unterlagen prüfen, denn oft wird der Racetrack von der Autovermietung ausgeschlossen so daß wenn was passiert die Versicherung nicht greift.  Ich bin den Weg schon zweimal gefahren und mußte feststellen das es Unterschiede bei den Straßenverhältnissen gibt. Diesmal wäre es auch mit dem SUV möglich gewesen beim letzten Mal wo wir es gemacht haben war es eine Tortur. Das muß also jeder für sich entscheiden an welchen ende man spart und wie schnell man vorwärts kommen möchte. Mit dem SUV konnten wir nicht schneller als 10-15 mph fahren was gleich das doppelte an Zeit einnimmt.
Endlich bei meinen Steinen angekommen war es einfach nur ein großartiger Anblick, wo sich jede Meile, Dollar und Strapaze gelohnt hat. Erst im August 2014 wurde eine Studie veröffentlicht, die das Mysterium der wandernden Felsen erklärt.
Forscher beobachteten die Felsen über einen längeren Zeitraum, mithilfe von GPS und Zeitrafferaufnahmen. So konnte am 20. Dezember 2013 die Bewegung von über 60 Steinen dokumentiert und bewiesen werden. Manche von ihnen bewegten sich dabei bis zu 224 Meter weit, mit Geschwindigkeiten bis 5 Meter pro Minute.
Voraussetzung für die Bewegung sind dünne, nur wenige Millimeter dicke Eisdecken. Wenn diese zu schmelzen beginnen, genügen selbst geringe Windstärken, um die Steine in Bewegung zu setzen. Die eigentliche Bewegung wird durch den Druck der auf großer Fläche trotz geringer Dicke schweren Eisplatten bewirkt. Während die nötigen Temperatur- und Windbedingungen typisch für die kältesten Perioden des örtlichen Klimas sind, müssen sie mit vorherigem Niederschlag in Form von Regen oder bereits geschmolzenem Schnee zusammenfallen. Diese Bedingungen treten so selten auf, dass es oft Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern kann. Wenn die Grundbedingungen gegeben sind, kann etwa um die Mittagszeit, nach dem Antauen der Eisfläche, die Bewegung von Eisplatten auf offenem Wasser einsetzen und die Steine bewegen.
Nachdem wir uns ausgiebig fotografisch ausgetobt hatten, traten wir den Heimweg an. Nach ca. 3 Stunden waren wir zurück beim Autoverleih. Gefühlt saß man eigentlich nur den ganzen Tag im Auto aber ich finde es hat sich gelohnt .
Am nächsten Morgen brachen wir ausgeruht zu den Mesquite Flats Sand Dunes auf. Dies sind riesige Sanddünen aus feinstem Quarzsand, die sich knapp vom ansonsten flachen Talboden abheben. Sie erstrecken sich auf einer Fläche von insgesamt rund 36 Quadratkilometern. Sieht der Rest des Tals auch trostlos aus, erst hier erfüllen sich optisch die Klischeevorstellungen, die man mit einer Wüstenregion verbindet. Die größte Düne ist die Star Dune. Diese ist recht stabil, da der Wind den Sand vorzugsweise an genau dieser Stelle ablagert. Der Sand ist hier rund 50 Meter hoch.
Nach einem kleinen Spaziergang auf den Dünnen, machten wir uns auf zum Yosemite Park.  Flächenmäßig erstreckt sich der Yosemite Park über 3081 Quadratkilometer entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada. Das es sich dabei um ein Hochgebirge handelt sind wir leider zu einer sehr ungünstigen Zeit dort gewesen. Die meisten Gebirgspässe sind gesperrt so daß wir den langen Weg über Bakersfield nehmen mußten. So dauerte es fast 10 Stunden bis wir im Yosemite Park angekommen sind.
Am nächsten Tag, nach dem wir das Auto frei gekratzt hatten, machten wir uns bei diesigen 0 Grad auf die Socken Richtung des Yosemite Park Zentrum. Die Sonne kam nach ca. einer Stunde auch langsam raus. Im Zentrum gibt es die Möglichkeit sich mit dem Bus weiter zu bewegen, mit dem Auto kommt man leider nicht weit und muß es auf dem großen Parkplatz stehen lassen. Da wir an einem Tag leider nicht alles sehen konnten haben wir die Priorität auf Lake Mirror gelegt.
Es dauerte eine ganze Weile bis wir ihn erreicht hatten, da in diesem Park Wandern groß geschrieben ist. Der kürzeste Wanderweg zu den Wasserfällen beträgt 30 min. strammen Schrittes. Das summiert sich schnell wenn man nebenbei auch noch Fotografieren möchte, und noch schlimmer mit 3 Fotografen unterwegs ist :-D
Der Weg zum Lake Mirror betrug mit Parken, wandern und Fotografieren ca. 2 ½ Stunden. Leider mußten wir schnell feststellen das wir dort keine Spiegelung sehen werden weil noch alles im Winterschlaf lag, aber auch das war ein schöner Anblick.

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